Film ab – 3 Gründe warum gemeinsam Schauen manchmal schwierig ist

Film ab mit Bloggerin Anne

Filme sind etwas Herrliches. Sie entführen uns in eine andere Welt, lassen uns für einen Moment den Alltag vergessen und reißen uns manchmal förmlich von den Socken.

Doch wie bei allem gilt: Die Geschmäcker sind verschieden!

Wenn der Eine ein Taschentuch um das andere durchweint, sitzt der Andere ganz gelassen im Kino oder auf der Couch.

Andersherum wird ein Science-Fiction-Fan, der sich für die Star-Wars-Premiere in sein bestes Wookiee-Kostüm schmeißt, von vielen nur ein müdes Lächeln für seinen Enthusiasmus ernten.

(Übrigens: Jap, das war eine Anspielung. Heute 14.12.17 ist Premiere von „The Last Jedi“ und ich freu mich als Mini-Film-Nerd jetzt schon auf den Kinobesuch. Für alle, die damit gar nix anfangen können, oder die von den Über-Fans einfach nur genervt sind, schaut doch mal hier vorbei. Da gibt’s Tipps, wie ihr Star-Wars-Geeks etwas ärgern könnt. Natürlich alles mit einem Augenzwinkern. 😉 Eh klar!)

Egal ob du lieber Drama, Tragödie, Komodie, Action, Fantasy oder Zukunftsfilm anschaust – bei einem wirst du mir zustimmen:

Zusammen macht Filmschauen einfach doppelt Spaß.

Aus eigener Erfahrung weiß ich allerdings, dass das auch nicht immer unproblematisch ist.

Denn was beim Autofahren der schlechte Beifahrer ist, ist beim Filmschauen der hysterische, dauerquatschende Mitschauer. Ich persönlich bin auch einer. Ein schlechter Bei-Schauer.

Das Problem ist, dass ich zwar unendlich gerne Filme schaue bei denen viel los ist (epische Weltraumschlachten, New-York-Zerstörungen – denn es ist irgendwie fast immer New York, brutale Kämpfe zwischen Superschurke und Superheld, Verfolgungsjagden und so weiter, ganz schlimm übrigens auf Game of Thrones 🙂 ), ich aber gleichzeitig schrecklich schreckhaft bin.

Und ich habe sooooo schwache Nerven.

Die Folge:

Ich verstecke mich unter der Decke, schließe die Augen oder schaue weg. Das Ganze meistens noch mit einem Aufschrei oder einer Schimpftirade á la:

“Man, was ist denn da los! Spinnen die? Das geht doch nicht! Oh nein, der stirbt! Der stirbt gleich. Ich weiß es! Ich kann das nicht sehen. Die spinnen! Der stirbt! Ich will das nicht sehen…”

Damit ist eins mal garantiert, ich halte auch alle meine Mitschauer davon ab, den Film einfach weiterzuschauen. 🙂

Die zweite häufige Reaktion, die auch Schuld ist, dass ich ganz lange die Star Wars Episoden IV bis VI nur in Teilen kannte:

Das hektische Umschalten

Auch nicht gerade angenehm für alle Mitschauer, die so die spannendsten Teile des Films meistens gemeinsam mit mir verpassen.

Schlimmer ist jedoch fast noch, dass ich dann natürlich meistens doch wissen will, was in der Zeit passiert ist, als ich vor Schreck weggezappt habe.

Und dann kommt unausweichlich die Frage:

Wobei das eine Frage ist, die mir meine Mitschauer natürlich auch nicht beantworten können. Sie wissen es ja dank mir auch nicht. 🙂

Trotzdem muss ich jetzt mal eine Lanze brechen.

Für mich selbst und für alle anderen da draußen, die auch schlechte Bei-Schauer sind.

Nicht nur das Kino, sondern Filme allgemein, haben einfach eine Überwältigungsfunktion (Jawoll, das hab ich im Studium im Seminar „Mediengeschichte“ gelernt). Das heißt, sie sind darauf ausgelegt, dass wir als Zuschauer extrem darauf reagieren.

Dass uns das, was da auf der Leinwand oder auch im Fernseher passiert, mitreißt.

Im Kino klappt das natürlich noch besser. Die Bilder sind riesig und füllen nahezu unser ganzes Sichtfeld. Lauter Surround-Sound lässt unsere Haut vibrieren. Da geht es gar nicht, nicht mitzufiebern.

Weniger spektakulär war da der Film der Gebrüder Lumière aus dem Jahr 1895.

Doch als sie die Einfahrt des Zuges in den Bahnhof La Ciotat in einem Lichtspielhaus zeigten, das damals erst ganz am Anfang stand, sollen die Zuschauer vor Angst geschrien haben, weil sie dachten, der Zug würde sie gleich überrollen.

Schau selbst:

Klar, heute wirkt das albern.

Doch schon damals zeigte sich die Überwältigungsfunktion des Kinos, wie sie bis heute erhalten geblieben ist.

Und ganz ehrlich:

Es gibt immer wieder Filme, die die Zuschauer so schocken, dass ihnen sogar das Eintrittsgeld egal ist und sie den Kinosaal früher verlassen.

Glaubst du nicht?

Dann ließ mal von diesem Schocker-Filmen, die die Kino-Fans bis zur Ohnmacht gebracht haben. Und ja – manch einer hat das Popcorn gleich wieder in die Tüte zurückgespuckt.

Ach ja, es gibt noch eine spezielle Art von Mitschauern

die Realisten…

Sie stellen alles, was im Film passiert in Frage:

  • Der war da jetzt aber schnell – nicht gerade realistisch, so schnell kann keiner laufen.
  • Oh man, die Schwerkraft ist da jetzt aber auch außer Kraft gesetzt. Wie unrealistisch!
  • DAS hätten die NIIIEEE überlebt… Was für ein Schwachsinn!

Für alle, die einen Realisten unter den Mitschauern haben, sagt ihm einfach mal, die einfachste Regel der Kinowelt:

Nie die Filmrealität in Frage stellen!

(Hab ich übrigens auch im Studium gelernt – Filmanalyse 🙂 )

In dem Sinne wünsche ich dir viel Spaß beim nächsten Film und lass  mir gerne einen Kommentar da, wie du so als Mitschauer bist.

2 thoughts on “Film ab – 3 Gründe warum gemeinsam Schauen manchmal schwierig ist”

  1. Hey Anne,
    total lustiger Beitrag!
    Ich kann mir ja nie Namen merken und Gesichter auch ziemlich schlecht.
    Meine Fragen sind daher immer:
    “…und wer ist das jetzt wieder? wie heißt der nochmal? …was macht der Neue jetzt da…?”
    Meine Mitschauer finden das immer etwas anstrengend…

    LG

    Vroni

    • Hallo Vroni,
      freut mich, dass dir der Beitrag gefällt.
      Mir ist gerade aufgefallen, das ich das auch immer mache. Kommt also noch zur Liste dazu. 😉
      Wobei Erkenntnis ist ja der erste Schritt zur Besserung. Vllt werden wir doch noch mal bessere Mitschauer. 🙂 LG

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